Lebensmittel zuletzt um ein Fünftel teurer als im Vorjahr

Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel in Deutschland geht nahezu ungebremst weiter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, lagen die Verbraucherpreise für Lebensmittel im Oktober nach vorläufigen Angaben im Mittel um 20,3 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit hat die Teuerung in dieser Warengruppe weiter zugenommen, denn im September lag diese bei 18,7 % und im August bei 16,6 %. Seit Mai, als die Statistiker für Nahrungsmittel ein Plus von 11,1 % auswiesen, hat sich die Inflationsrate in diesem Segment nahezu verdoppelt.

Die allgemeine Teuerungsrate für alle Waren und Dienstleistungen lag nach den vorläufigen Berechnungen von Destatis im Oktober 2022 bei 10,4 %; das wäre das höchste Niveau im vereinigten Deutschland. Einen Monat zuvor hatte die Inflationsrate 10,0 % betragen, im August 7,9 %. Seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine sind dem Bundesamt zufolge vor allem die Energiepreise gestiegen. Diese lagen, bezogen auf Haushaltsenergie und Kraftstoffe, im Oktober um 43,0 % über dem Vorjahresniveau.

Im Vergleich zu September wurde jedoch ein geringer Rückgang der betreffenden Rate um 0,9 Prozentpunkte festgestellt. Preisdämpfend dürfte sich im Oktober die Mehrwertsteuersenkung für Erdgaslieferungen und Fernwärme von 19 % auf 7 % ausgewirkt haben, erläuterten die Statistiker. Endgültige Daten und detaillierte Informationen zur Preisentwicklung im Berichtsmonat wird Destatis am 11. November 2022 veröffentlichen. AgE/dw